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Fragen zum Thema Implantate (Titan oder Keramik)
 
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Sicherheit

Wie sicher sind Implantate? Besteht ggf. die Gefahr, dass sie vom Körper nicht angenommen und wieder abgestoßen werden?

In den letzten 30 Jahren hat sich die Implantologie in der Zahnarztpraxis zu einem festen Bestandteil der zahnärztlichen Behandlung entwickelt. Sie gehört zu den bestuntersuchten und bestdokumentierten Therapien. Langzeituntersuchungen aus 30 Jahren zeigen die konstant hohen Erfolgsraten von Implantaten Die Implantat-Therapie kann also als sehr sicher bezeichnet werden. Trotzdem können bei einzelnen Patienten vorliegende Krankheitsbilder dazu führen, dass Implantate vom Körper nicht angenommen werden. Auch der Immunstatus des Patienten spielt dabei eine wesentliche Rolle. Um ganz sicher zu gehen, sollten im Vorfeld bestimmte internistische Untersuchungen durchgeführt werden. Damit lässt sich feststellen, ob beim Patienten eine Grunderkrankung vorliegt, die eine Implantation ausschließt. Optimal ist es dabei, wenn der Implantologe eng mit einem Facharzt für Immunologie zusammenarbeitet. Denn durch Immuntests lässt sich ermitteln, ob der Körper das Implantat annehmen wird oder nicht. Im Rahmen von sog. Immunkraftmessungen wird beispielsweise gemessen, ob die Immunglobuline ausreichen. So kann festgestellt werden, ob die Immunitätslage optimal ist. Ist dies nicht der Fall, kann die Immunkraft durch entsprechende Heilmittel gesteigert werden und der Implantationserfolg damit deutlich erhöht werden. Das Risiko einer Implantation lässt sich also durch entsprechende fachärztliche Untersuchungen im Vorfeld minimieren

Wie steht es mit der Verträglichkeit von Implantaten? Gibt es gesundheitliche Risiken wie Allergien oder sonstige Unverträglichkeiten?

Implantate bestehen aus Titan. Dieses Material wird auch in der Gelenkchirurgie seit Jahren angewendet und gilt als bioniert – also körperverträglich. Unverträglichkeiten sind daher selten. Wenn diese auftreten, kann auf Keramik (Zirkondioxid) ausgewichen werden.

Besteht im die Möglichkeit, Vorfeld festzustellen, ob ich die Implantate vertragen werden?

Ja, diese Möglichkeit gibt es. Besonders bei Patienten, die zu Allergien oder Unverträglichkeitsreaktionen des Körpers neigen, sollte jedoch im Vorfeld absolut auf Nummer Sicher gegangen werden (  Anamnesebogen bei Unverträglichkeitsreaktionen).

Durch speziell für den Bereich der Immunimplantate entwickelte Allergietests, die in Zusammenarbeit mit einem Facharzt für Immunologie durchgeführt werden, kann im Vorfeld festgestellt werden, ob der Patient auf die Implantate allergisch reagiert, so dass es Abstoßungsreaktionen geben könnte. Ein sog. Restrisiko kann damit also vor dem Eingriff ermittelt bzw. ausgeschlossen werden. Gerade allergiebereite Patienten sollten sich solchen Tests im Vorfeld unterziehen. Wenn Abstoßreaktionen bei Titan drohen, wird selbstverständlich auf   Keramik-Implantate ausgewichen.

Ist die Implantat-Technik ausreichend wissenschaftlich erprobt?

Wie erwähnt, ist der Ersatz von Zähnen mit künstlichen Zahnwurzeln, also Zahnimplantaten die bestuntersuchteste zahnärztliche Therapie. Implantate sind eine vorhersagbar erfolgreiche Therapie. Es existieren zahlreiche wissenschaftliche Studien, die die hohen Erfolgsraten dieser Methode dokumentieren. Sowohl Titan- als auch   Keramik-Implantate weisen – nach wissenschaftlichen Studien – eine Haltbarkeit von weit über 90 % auf.

Wie lange halten Implantate?

Da Implantate wie der natürliche Zahn den umgebenen Knochen erhalten, ist ihre Lebensdauer in der Mundhöhle des Patienten nicht beschränkt. Da sie wie natürliche Zähne von einem dichten Zahnfleisch vor Infekten geschützt sind, haben sie eine ähnliche Lebensdauer wie die eigenen Zähne. Bei entsprechender Pflege ist die Lebensdauer eines Implantates deutlich höher als z.B. die einer Krone oder Brücke. Viele Implantate sind bei Patienten seit mehr als 25 Jahren in der Mundhöhle.

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