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Dr. med. dent. Kay Pehrsson
 
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Behandlungsdauer

Wie lange dauert eine Implantatbehandlung insgesamt? Wie viel Zeit muss insgesamt für die gesamte Behandlung einkalkuliert werden?

Diese Frage kann man so pauschal nicht beantworten. Hier spielen individuelle Faktoren eine wesentliche Rolle. Vor dem Einsetzen der Implantate ist zunächst eine gründliche Untersuchung durch den Zahnarzt erforderlich. Sinnvollerweise wird diese ergänzt durch eine internistische Untersuchung, die ein mit dem Zahnarzt kooperierender Facharzt für Immunologie durchführt. Hier wird der Immunstatus des Patienten ermittelt. Sofern das Untersuchungsergebnis eine Abstoßungsgefahr erkennen lässt, sollten vor dem Eingriff immunstabilisierende Maßnahmen eingeleitet werden, die für den Patienten die größtmögliche Sicherheit bieten. Für die Vorphase mit Beratung, Aufklärung, Voruntersuchung und Diagnostik muss, je nach Patient, eine Zeit zwischen 2 und 8 Wochen einkalkuliert werden. Danach erfolgt der Implantateingriff. Je nach Kiefersituation des Patienten muss für die Einheilzeit zwischen 2 und 6 Monaten eingerechnet werden. Grundsätzlich gilt, dass die Sicherheit für den Patienten an oberster Stelle stehen sollte.

Wie lange muss ich mit einer provisorischen Lösung leben, bis die prothetische Versorgung komplett abgeschlossen ist?

Zunächst einmal verlässt selbstverständlich kein Patient die Praxis nach der Implantation zahnlos. Ein Provisorium stellt sicher, dass die ästhetischen Ansprüche in jedem Fall erfüllt werden. Dieses Provisorium kann zwar ggf. festsitzend gestaltet werden, ist aber zunächst kein vollständiges und voll belastbares Kauinstrument, sondern eine kosmetische Maßnahme, mit der man weiche Kost problemlos zu sich nehmen kann. Nach einer Abheilphase von max. 8 Tagen ist dieses Provisorium kaubelastbar. Nach der Einheilungsphase der Implantate, die zwischen 2 und 6 Monaten beträgt, wird das Provisorium dann gegen den endgültigen neuen Zahnersatz ausgetauscht.

Gibt es Möglichkeiten, die Behandlungsdauer zu verkürzen (z.B. für Personen, die aus beruflichen Gründen ein sehr knappes Zeitbudget haben)?

Durch eine Kombination aus Zahnimplantaten und speziellen zahnchirurgischen Techniken kann grundsätzlich eine erhebliche Verkürzung der Behandlungszeit erreicht werden. Möglich wird dies durch den Einsatz von Wachstumsfaktoren, die aus dem Blut des Patienten gewonnen werden. Dabei wird mittels einer speziellen Methode (PRP) ein Konzentrat aus Wachstumsfaktoren hergestellt. Vor dem Einbringen der Implantate werden diese mit dem Plasmakonzentrat benetzt, was dazu führt, dass die Wunde deutlich schneller heilt. Da nur Faktoren aus dem eigenen Blut des Patienten zum Einsatz kommen, sind Fremdkörperreaktionen oder Allergien ausgeschlossen. Die PRP-Methode kann allerdings nicht bei jedem Patienten zum Einsatz kommen. Entscheidende Faktoren sind neben dem Gesamtgesundheitszustand u.a. der Fortschritt des Kieferknochenabbaus. Ob eine Verkürzung der Behandlungsdauer durch Einsatz der PRP-Methode im individuellen Fall möglich ist, entscheidet der behandelnde Implantologe nach gründlicher Diagnose.

Neben PRP existieren jedoch weitere therapeutische Ansätze, mit denen die Behandlungsdauer verkürzt werden kann. Eine dieser Alternativen ist die Möglichkeit der sog. Hilfsimplantate. Dabei werden während des Eingriffs zusätzlich zu den definitiven Implantaten kleine Hilfsimplantate gesetzt, die sofort belastet werden können. Bis zur Abheilung der definitiven Implantate sichern sie den Zahnersatz.

Unabhängig von den hier dargestellten Alternativen zur Behandlungsbeschleunigung trägt in jedem Fall die medikamentöse Vorbehandlung entscheidend dazu bei, wie schnell die Heilung voranschreitet. Eine ensprechende Entzündungs- und Schwellungsprävention sollten optimalerweise in Kooperation mit einem Immunologen bzw. Internisten erfolgen.

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